Kleine Anekdote: die "gute alte Zeit" und das Maisfeldlabyrinth

Als Kind, ich bin auf dem Land aufgewachsen, haben wir oft "Verstecken" in Maisfeldern gespielt: Kommerzielle Labyrinthe wie heute gab es damals noch nicht, das Prinzip war aber das selbe. Nur, dass wir damals keine versteckten Hinweise auf den Weg durch den Irrgarten hatten und oft genug stundenlang suchten, bis wir uns aus den ewig hohen Pflanzen heraus gefunden hatten, oder ganz gewaltig Ärger daheim bekamen, wenn wir unseren Haustürschlüssel im Maisfeld verloren und natürlich nie mehr wiedergefunden haben ;-) Aber damals war ja auch noch die Zeit der Monchichi, Zauberwürfel und der ersten "Baby an Bord"-Auto-Aufkleber.

Gestern Abend sind  meine Freunde und ich "noch schnell" in ein Maisfeld-Labyrinth gegangen, es hatte gerade erst wieder eröffnet: Jetzt beginnt wieder die Saison für die Irrgarten-Betreiber. Und soll ich was verraten? Wir hatten genau so viel Spaß wie früher, als wir als kleine Steppken durch die Felder jagten. Dass mein Kumpel dabei seine Schlüssel verlor, störte unser Vergnügen nicht wirklich: Wir setzten uns einfach mitten ins Feld, genossen die duftende Luft und warteten darauf, dass bald ein Kinderstimmchen "Papi, guck mal, da liegt ein Schlüssel" erschallte. Mit diesem Urvertrauen lagen wir richtig - nach einer halben Stunde hatte mein Kumpel seinen Schlüsselbund wieder.

Maisfeld