133 Menschen werden von einem Landwirt ernährt

Deutschland | Der technische Fortschritt macht es möglich. Wofür vor 100 Jahren etwa 33 Landwirte arbeiten mussten, so schafft das heute ein landwirtschaftlicher Betrieb alleine. Das geht aus dem jüngsten Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes hervor. Um 1900 arbeiteten rund 38 Prozent aller Erwerbstätigen in der Landwirtschaft und erwirtschafteten knapp 30 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands.

So erzeugte ein Landwirt in dieser Zeit Nahrungsmittel für etwa vier Menschen. Im Jahr 1950 konnte er bereits zehnt Menschen ernähren. Die Produktivität nahm in den folgenden Jahren immer weiter zu. Bis zum Jahr 2000 konnte ein Landwirt rein rechnerisch bereits 127 Menschen ernähren.

Ohne Moderne Landtechnik nicht machbar

Produkte aus der LandwirtshaftMöglich machten dies vor allem verbesserte Produktionsmethoden in der Landwirtschaft. Selbstverständlich lag das vor allem an leistungsstärkere Landtechnik, die im laufe der Jahr entwickelt wurden. Aber auch effektivere Pflanzenschutzmittel und neue Getreidesorten machten diese Entwicklung in der Landwirtschaft möglich.

Konnten vor 100 Jahren von einem Hektar etwa 18,5 Dezitonnen geerntet werden, so sind es heute durchschnittlich 77,8 Dezitonnen pro Hektar, ein viermal so hoher Ernteertrag. Ähnlich sieht es bei der Milcherzeugung aus. So gibt eine Kuh heute durchschnittlich fast 7000 kg pro Jahr, um 1900 waren es lediglich etwas über 2000 kg/Jahr. Der Grund: verbesserte Haltungsbedingungen in den Ställen sowie der Einfluss von wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen in die Fütterung.

Einziger Wermutstropfen: Heute arbeiten nur noch 2,1 Prozent der deutschen Erwerbstätigen in der Landwirtschaft.