Bungartz T3
Der Bungartz T3 Vierradschklepper wurde ab 1953 hergestellt. Der Start in die Zweiachs-Schlepperfertigung gelang bei Bungartz 1953 mit den Versuchstraktoren T1 und T2. Der Entwicklungsingenieur Franz Koppmair erhielt den Auftrag von seinem Arbeitgeber, einen kleinen flexiblen Traktor zu bauen, der in das Standardprogramm der Firma Bungartz passte. Auf der DLG Ausstellung in Köln im gleichen Jahr wurde dann das weiterentwickelte Modell T3 der Öffentlichkeit präsentiert.
Der T3 war ein Traktor mit Halbrahmenmodell und mit einem luftgekühlten Bungartz Vergaser Motor. Alternativ kam ein Stihl Dieselmotor zum Einsatz. Wenn man so will, handelte es sich beim T3 um einen weiterentwickelten Einachser des Typs U1. Die ungefederte Vorderachse war pendelnd aufgehängt, die Vorderräder waren in der Breite verstellbar. Das Bungartz Getriebe verfügte über sechs Vorwärtsund drei Rückwärtsgänge.
Der T3 und der später entwickelte T5 besaßen beide eine patentierte Einzelradlenkung. Hier wurde mittels zweier Schubstangen ein 90 Grad Einschlag ermöglicht, was de facto dazu führte, dass auf der Stelle gewendet werden konnte, ohne dass eine Lenkbremse benötigt worden wäre. Der extreme Lenkeinschlag erwies sich natürlich beim Einsatz in den Sonderkulturen optimal. Kleine Gewächshäuser mit wenig Platz stellten ebenso kein Problem dar wie die engen Radien beim Freilandbau Obst und Gemüsebau.
Bildquelle: Christian Aigner
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