Bungartz - T5
Weit erfolgreicher als der T3 war der 1955/56 weiterentwickelte T5. Wiederum bildete der Bungartz Einachser L5 die Grundbasis für diesen Typ. Dieser Kleinschlepper war mit dem 12 PS-Hatz-Motor ausgerüstet. Dieser Motortyp hatte den Vorteil, dass man beim T5 zur Blockbauweise übergehen konnte. Ursprünglich wurde noch das vom L5 bekannte Bungartz 7 Gang Getriebe verbaut, also 4 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge.
Erst ab 1957 wurde das Schnellganggetriebe eingesetzt, mit 3 Vorwärtsgängen mehr, also 7 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgängen. Etwa gleichzeitig erhöhte sich die Motorleistung um 1 PS. Im Heckbereich waren die Bungartz Kleinschlepper mit einer patentierten Vielzahnzapfwelle und dem bewährten Schnellverschluss ausgestattet. Die Differentialsperre, Ackerschiene, Anhängerkupplung und mechanischer Kraftheber waren schon ab dem T3 serienmäßig angebaut. Der T5 wurde serienmäßig mit hydraulischem Vierpunktkraftheber mit Handpumpe ausgeliefert. Der Kunde konnte gegen Aufpreis den Vierpunktkraftheber mit Motorantrieb ordern. Man sieht, diese Kleinschlepper sind bereits 1955. mit allen Raffinessen der Landtechnik ausgestattet, nur eben eine Dimension kleiner, was dem Konstrukteur viel Kopfzerbrechen bereitete.
Um das leidliche Aufbäumen des Schleppers zu unterbinden, hatte man 1956 serienmäßig in die Vorderradfelgen Zusatzgewichte mit je 40,0 k eingebaut. Ab 1957 wurde das Zusatzgewicht auf der Vorderachse fest verschraubt. Der Kraftheber war beim moderneren T5 bereits hydraulisch serienmäßig erhältlich, zusätzlich waren gegen einen Aufpreis ein Seitenmähwerk, eine Fräse, ein Grubber, Pflüge unterschiedlicher Varianten, ein Zapfwellengetriebe mit 540 U/ min und 3000 U/min, Riemenscheibe, Pflanzlochbohrer, Spritz- und Wasserpumpen, Fassanhänger mit Rührvorrichtung, Pulverzerstäuber, ein für den Zwischenachsanbau konzipierter Rasenmäher, ein Planier- und Schneeschild und ein Kehrbesen erhältlich.

Bildquelle: Michael Fleischmann
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