Deutz Stahlschlepper: lebende Legenden
Man will es kaum glauben: 145 Jahre ist es her, dass der Erfinder des nach ihm benannten Otto-Motors sein Unternehmen gründete: Es war 1864 als Nikolaus Otto in Köln die N.A. Otto & Cie firmierte, die als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen wird. Aus dieser Firma entstand die Deutz AG.
1876 begann die Produktion der ersten Viertakt-Verbrennungsmotoren (Ottomotoren), 1927 die Fertigung dieselbetriebener Traktoren – schon unter dem Namen Deutz AG. 1933 änderte Deutz den Aufbau der Traktoren von der Rahmenbauweise zur Blockkonstruktion. Der F2M 315 war der erste Schlepper dieser neuen Bauart. Dieser Stahlschlepper war mit einem Fahrzeugmotor (F) mit zwei Zylindern (2) und Wasserkühlung (M) ausgestattet. Auch die Zahl hat eine Bedeutung: Die 315 sagt aus, dass es sich um einen Motor der Baureihe 3 mit einer Kolbenhubhöhe von 15 cm handelt. Der stehend eingebaute Viertakt-Dieselmotor leistete 28 PS, er hatte je nach Ausführung drei oder fünf Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. "Stahlschlepper" hier er, weil sein Getriebegehäuse aus Stahl gefertigt war. Der F2M 315 war ein echter Allrounder: Er wurde als Ackerschlepper, Universalschlepper und sogar als Straßenschlepper eingesetzt.

Nur zwei Jahre später im Jahre 1936 ermöglichte der Deutz Bauernschlepper den Landwirten die Mechanisierung und somit die Umstellung auf rentablere Bewirtschaftung.
Bei AgrarVideo gibt es zahlreiche Filme um die lebenden Legenden, die die ereignisreiche Geschichte der Deutz Traktoren zeigen.
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