Eicher Raubtiere: eine lange Leidenschaft

Sie sind lange nicht so selten wie der „Muli“, der nur 288 mal gebaut wurde, oder andere Oldtimer von Eicher: Dennoch bekommt jeder Traktorenfan beim Anblick eines alten Eicher Königstiger Herzklopfen. Selbst, wenn er nicht top restauriert ist, auch oder vielleicht gerade dann, wenn Erde in seinen Rädern klebt und er die Spuren harter Arbeit zeigt – der blaue Schlepper mit den roten Rädern, der anno 1959 als 35 PS Raubtier-Standard-Trecker auf den Markt kam, begeistert.

Der „Königstiger“ ist mit seinen 35 Pferdestärken der kraftvollste Schlepper aus der Raubtierserie: 1958 wurden mit dem 25 PS starken "Tiger" und dem 19 PS starken "Panther" die ersten Schlepper der Raubtierserie vorgestellt, der letzte der Originalreihe war 1960 der Schmalspurschlepper „Puma“ mit 28 PS.

Es sollte auch ein Königstiger sein, der im Jahre 1966 als 100.000 Eicher Traktor ausgeliefert wurde, nachdem zwei Jahre vorher die Raubtier-Serie überarbeitet wurde. Das, was an den Eicher Raubtieren begeistert, ist vor allem, dass sie bis heute nicht nur als gepflegte Oldies auf den Schleppertreffen zu bestaunen sind, sondern eben auch heute noch, so viele Jahrzehnte später, als Zugmaschinen im Einsatz auf den Felder ganze Arbeit leisten.