Renault - Französischer Fahrzeughersteller
Bekannt ist Renault als französischer Fahrzeughersteller. Bereits 1913 hatte das französische Unternehmen eine Produktionskapazität von 10000 Autos pro Jahr. Auch Zugmaschinen gehörten zur Entwicklung von Renault. Bereits 1915 gab es eine Zugmaschine mit Allradantrieb und – lenkung. 1919 wird der erste Traktor bei Renault entwickelt – der HI. Der erste Dieselschlepper von Renault der VY wurde ab 1933 gebaut.
Im ersten Weltkrieg änderte sich die Produktionslinie. Von nun an wurden militärische Geräte, Motoren für Panzer und Flugzeuge produziert u. a. auch Lastkraftwagen für die deutsche Armee. Ein Grund warum die Produktionsstätten von den Alliierten angegriffen wurden. Louis Renault wurde vorgeworfen mit den Nationalsozialisten zusammen zu arbeiten. Er starb 1944 im Gefängnis.
Nach dem Krieg kehrte das Unternehmen zurück zur Automobilproduktion. 1945 eröffnet Renault das Traktorenwerk in Le Mans. Drei Jahre später kommt der 3040 auf den Markt. Ein Traktor mit hydraulischer Hubwerksregelung, zwei Zapfwellen und verstellbarer Spurbreite. 1956 wird die D-Reihe bei den Traktoren eingeführt. In den 60er Jahren versucht das Unternehmen seine Schlepper auf dem deutschen Markt abzusetzen. Mit der Übernahme des Ersatzteilverkaufs für die Marken Porsche-Diesel, MAN und Normag erhofft sich der Fahrzeughersteller bessere Chancen. Allerdings bleibt der Erfolg aus. 1967 wird die Renault-Traktoren und Maschinen GmbH gegründet.
Anfang der 70er Jahre wird der 10000ste Schlepper in Deutschland verkauft. Mit unterschiedlichen technischen Neuerungen macht das Unternehmen immer wieder auf sich aufmerksam. (Unterlenker-Regelhydraulik, Selbstsperrdifferential usw.)
Zu Beginn der 80er Jahre wechselt das Unternehmen die Farben der Traktoren. Waren sie früher standardmäßig rot – so werden sie jetzt Orange-Ocker ausgeliefert. 1984 trifft Renault mit IHC eine Vereinbarung über die Einkäufe von Zulieferteilen. 1985 wird der erste Bordcomputer A.C.E.T in die Traktoren eingebaut. Im selben Jahr trennt sich der Automobilsektor vom Landmaschinensektor. Dieser wird in die Renault Agriculture S.A ausgegliedert. Ab 1987 achtet das Unternehmen speziell auf den Fahrkomfort. Die Fahrerkabine mit hydraulischer Federung und guter Geräuschdämmung wird eingeführt. Ab 1994 kooperiert das Unternehmen mit Massey Ferguson und John Deere.
Pünktlich zur Jahrtausendwende gelingt Renault mit der Atles-Baureihe der Einstieg in die Königsklasse über 250 PS. 2003 erwirbt Claas eine 50 Prozent Beteiligung am Unternehmen. In Claas Farben werden die Renault Traktoren nun verkauft. Mit der Übernahme verschwindet der Markenname Renault komplett vom Traktorenmarkt.
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