Traktoren weiter im Aufwind

Traktoren weiter im Aufwind

Der westeuropäische Traktorenmarkt ist im Jahr 2011 mit einem Anstieg von 12,6% auf insgesamt 162.000 Einheiten weiter gestiegen. Die CEMA als Dachverband der europäischen Landtechnikverbände hat diese Zahl jetzt veröffentlicht. Darin enthalten sind die Traktorenverkäufe bzw. Neuzulassungen landwirtschaftlicher Traktoren, sowie Kompakttraktoren für den Einsatz in Kommunen, Grundstückspflege sowie Landschafts- und Gartenbau – in den 15 westeuropäischen EU-Ländern sowie in der Schweiz, Norwegen und Island.
So wurden in diesen Ländern mit 35.977 am meisten Einheiten in Deutschland zugelassen, gefolgt von Frankreich (29.980 Zulassungen) und Italien (24.109 Einheiten). Für Deutschland bedeutet dies einen Anstieg von 25,9% gegenüber dem Vorjahr (28.587 Einheiten in 2010). Marktführer in Deutschland ist nach wie vor John Deere mit 7.527 verkauften Traktoren in 2011. Platz zwei belegt Fendt mit 5.703 Einheiten, die einen Rückgang von 20,6% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen mussten. Platz drei der deutschen Zulassungsstatistik 2011 belegt Deutz-Fahr mit 3.869 Neuzulassungen.

Weltweite Zulassungen steigen an

In Stückzahlen gemessen, dürfte sich die Produktion seit Beginn des vorigen Jahres auf fast zwei Millionen Einheiten verdoppelt haben. Schätzungsweise 1,2 Millionen Traktoren wurden 2011 im asiatischen Raum gefertigt – vor allem in Indien und China. An dieser Fertigung sind mittlerweile über Allianzen oder über selbstständige Fertigungsstandorte auch zunehmend die westlichen Unternehmen John Deere, CNH und AGCO sowie die Same Deutz-Fahr Gruppe beteiligt.
Der nordamerikanische Traktorenmarkt (USA und Kanada) nahm nach einer starken Markterholung im Vorjahr 2010 im Jahr 2011 nochmals um vier Prozent auf 197.000 Stück zu. Zählt man zu den in 2011 in Westeuropa noch die mitteleuropäischen (MOE) Länder mit schätzungsweise 30.000 bis 35.000 verkauften Traktoren hinzu, dann ergibt das eine mit Nordamerika vergleichbare Marktgröße.

Produktionszahlen auf Höchststand

Gemessen in Stückwert, Wertschöpfung und Marktvolumen bleiben die Traktorenmärkte Nordamerika und Westeuropa einschließlich MOE bis auf weiteres weltweit führend, auch bei einer Stückzahl von zusammen nur rund 20 Prozent des Traktoren-Weltmarktes. Diese beiden westlichen Weltregionen sind die Treiber der Traktorentechnologie. Allein in Deutschland nahm die Traktorenproduktion in 2011 um 19 Prozent auf 60.000 Einheiten zu. Der Produktionswert betrug mit 3,4 Mrd. Euro fast die Hälfte des gesamten deutschen Landtechnik-Produktionsvolumens. Mit einem hohen Exportanteil dürfte Deutschland auch in 2011 führend als weltweiter Traktorenexporteur gewesen sein.