Viehscheid im Allgäu

Lautes Glockengeläut und stampfende Rinder sind zwar nichts Alltägliches auf den Straßen im Allgäu, dennoch gehört der Viehscheid seit vielen Jahren zur Tradition im Allgäu. Ab dem 9. September werden innerhalb von zwei Wochen in über 30 Orten mehr als 30000 Rinder ins Tal getrieben. Der Viehscheid - ist für viele Einheimische und Touristen eine Attraktion.

Den Sommer über hat das Vieh auf einer Alpgenossenschaft verbracht. Denn die meisten Bergweiden gehören zu bäuerlichen Genossenschaften. Dort haben die Grundbesitzer nicht nur Platz für ihre eigenen Tiere, sondern nehmen auch Tiere in Pension. Dort liefern sie die Milch für den Allgäuer Bergkäse, der aufgrund der zahlreichen Wiesenkräuter sehr würzig und schmackhaft wird. Nach drei Monaten werden die Tiere zusammen ins Tal getrieben. Kehren alle Tiere unversehrt zurück, wird das Haupt des Leittiers mit einem prächtigen Kranz geschmückt. Auf dem Scheidplatz werden die Tiere getrennt und auf Anhänger verladen und kehren dann zur ihren Bauern in den Stall zurück.