Hagedorn

Hagedorn Westfalia-Motor-Grasmäher

1930 stellte Hagedorn auf der DLG-Ausstellung in Köln den Grasmäher Westfalia vor. Dieser Schlepper war den frühen Modellen von Kramer sehr ähnlich. Er entstand aus einem Gespann-Grasmäher mit zwei nach vorne laufenden, an der Hinterachse angeflanschten U-Trägern und hinzugefügten vorderen Radsätzen aus Stahlspeichen.

Hagedorn Grasmäher HA 11/HS 14

Auf der Reichsnährstandsmesse, wie die DLG-Ausstellung zur damaligen Zeit genannt wurde, stellte man 1937 den nun überarbeiteten Grasmäher vor. Er wurde jetzt als Bauern-Universal-Schlepper bezeichnet, war luftbereift und wahlweise mit einem 9 oder 14 PS starken verdampfungsgekühlten Dieselmotor von Deutz ausgestattet.

Hagedorn Grasmäher HS 16/HS 18

Die Westfalia 16- und 18-PS-Schlepper waren mit einem Deutz-Einzylindermotor, Verdampfungskühlung und Motorradgetriebe ausgestattet. Der Vertrieb der Schlepper wurde über die Firma Primus in Berlin abgewickelt. 1939 wurde die Fertigung nach ca. 1000 Schleppern eingestellt.

Hagedorn Dieselschlepper HS 15

Nun führte man erstmals bei beiden Fahrzeugen die Blockbauweise durch, wobei Hagedorn auf bewährte Baukomponenten anderer Hersteller setzte. Es entstand also ein sogenannter Konfektionsschlepper, der durchaus konkurrenzfähig war. Dennoch blieben alle Bemühungen des Warendorfer Herstellers, den Traktor abzusetzen, erfolglos. Es scheinen bis Mitte 1952 nur sieben HS 15 verkauft worden zu sein.

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