Zanker Ackerschlepper M 1
"In der Nachkriegszeit gab es viele Hersteller von Schleppern, die nur für kurze Zeit auf dem Markt auftraten. Hierzu zählte auch das Unternehmen Hermann Zanker AG, Maschinen- und Metallwarenfabrik in Tübingen, das einen Bauernschlepper auf den Markt brachte, der mit einem Einzylinder-Zweitakt-Diesel mit direkter Strahleinspritzung ausgestattet war, der stehend und verdampfungsgekühlt ausgeführt war. Seine Leistung ließ sich über die Drehzahl, die vom Fahrersitz aus mithilfe eines Reglers gändert werden konnte, regulieren. Die serienmäßig vorhandene Grundausstattung bestand aus der 6-V-Licht- und Signalanlage, einer breiten Ackerschiene, einer vorderen und hinteren Anhängerkupplung sowie einer Getriebezapfwelle. Ein Mähantrieb, das Mähwerk und eine Riemenscheibe, die man auf die Zapfwelle aufstecken konnte, kosteten einen Aufpreis.Leider ließ sich der Schlepper schlecht verkaufen, denn die Kosten, die in die Entwicklung gesteckt werden mussten, waren einfach zu hoch. Es wurden also nur 100 Schlepper verkauft. Günstigerweise konnte Zanker sämtliche Konstruktionsunterlagen 1950 an Bautz weiterverkaufen."
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